Beispiel eines Menschen mit Persönlichem Budget

Ausgangssituation

Der 32 jährige Herr K. wohnt in einer Wohngemeinschaft einer Organisation. Er lebt dort mit fünf weiteren Bewohnern. Er selbst ist körperlich Behindert und hat epileptische Anfälle. Herr K. arbeitetet fünf Tage die Woche für drei Stunden in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Er äußert den Wunsch, in eine eigene Wohnung zu ziehen. Dort möchte er allein und selbstbestimmt leben. Mit seinem gesetzlichen Betreuer informierte er sich über die Möglichkeiten. Dabei ist er auf das persönliche Budget gestoßen. Er wandte sich danach an das Unternehmen Mittendrin mit Assistenz. Dort informierte er sich umfassend über das Persönliche Budget und das Antragsverfahren. Danach ließ er sich durch MIDRAS bis zum persönlichen Budget weiter begleiten.

 

Umsetzung des Persönlichen Budgets

Nach der Bewilligung des Persönlichen Budgets, wurde Herrn K. eine Summe von 11.000 Euro für seine Assistenz gewährt. Er kauft seine Leistungen, die er benötigt, in Form einer Assistenz beim Unternehmen Mittendrin mit Assistenz ein und stellte selbst 2 Assistenten ein und nutzt noch weitere 3 Assistenten des Unternehmens Midras. Hierbei stellte er selbst auch den Anspruch, dass er nur männliche Assistenten nutzen möchte. Durch eine Fachkraft wird er auch weiterhin begleitet und bei der Umsetzung unterstützt.

In der Zielvereinbarung wurde festgehalten für welche Bereiche das Persönliche Budget genutzt werden darf. Herr K. bringt seine Nachweise über die Verwendung des Budgets über ein Lohnsteuerbüro, dass er beauftragt hat seine Lohnabrechnungen für seiner Assistenten und über die Rechnungen des Unternehmens.

Er wird am Tag für 15 Stunden durch Assistenten begleitet. Dafür nutzt er keine Fachkräfte. 3 Mal die Woche wird er durch ein Fachkraft des Unternehmens unterstützt, um Amtsangelegenheiten zu regeln.

 

Erfahrungen des Budgetnehmers

Herr K. ist sehr zufrieden mit dem Persönlichen Budget. "Endlich habe ich einen Weg gefunden, so zu leben wie ich es möchte. Selbstständig!" Er kann nun Seminare besuchen, in die Disko gehen ohne auf die Uhr zu schauen. Herr K. kann seine Pflege so gestalten wie sie für ihn am besten und angenehmsten ist. Er selbst äußerte "ich will gar nicht mehr anders Leben."